Lex Barker galt als liebenswürdig, edel und offenherzig, insbesondere gegenüber den Menschen, die ihm nahe standen. Er bestach nicht nur durch seine Grösse (1,93 m!) und sein gutes Aussehen, sondern war auch sehr intelligent (er sprach Französisch, Spanisch, Italienisch und ein wenig Deutsch). Die Menschen bewunderten ihn, sahen zu ihm auf, verehrten ihn. Vollkommenes Glück!? Der Schein trügt. Lex Barkers Leben war ein ständiges Auf und Ab. Erfolg und Misserfolg lagen oft sehr nahe beieinander. Einzig seine Entschlossenheit und sein Wille liessen ihn, selbst in Zeiten von grosser Trauer, seine Ziele und Träume weiterverfolgen. Schlussendlich aber forderten die zahlreichen Schicksalsschläge ihren Tribut.
Als Mitglied einer in der New Yorker Gesellschaft äusserst angesehenen Familie, wurde Barker aufgrund seiner Entscheidung Schauspieler zu werden von seiner Familie fallengelassen und enterbt. Er liess sich jedoch nicht beirren und wurde Tarzandarsteller, was ihm einen gewissen Ruhm einbrachte. Aber Barker wollte mehr. In Deutschland wurde er 1962 dann endlich zum Superstar. Als "Old Shatterhand" und "Kara Ben Nemsi" hatte er seine Traumrolle gefunden und eroberte im Sturm die Herzen von
nen von Karl May Fans. 1969 wurden jedoch keine Karl May Filme mehr gedreht. Vergeblich wartete er auf neue Rollenangebote.
Lex liebte die Menschen. Er sagte einmal: "Allein sein, ist wie tot sein". Es grenzt deshalb an eine gewisse Tragik, dass Barker allein auf einer Strasse inmitten New Yorks zusammenbricht und stirbt. Keiner der Menschen, die er am meisten liebte und die ihn liebten, war im Augenblick seines Todes bei ihm.
Wir können seinen Traum von einem Comeback als Schauspieler leider nicht verwirklichen. Aber wir können die Erinnerung an Lex Barker aufrecht erhalten. Unser Dank geht an alle, die auf unseren Memoriam-Seiten verweilen, um der Einmaligkeit eines Mannes zu gedenken, der viel zu früh gestorben ist.