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Chow Sing Chi
| Biographie |
Chow Yun-Fat gehört mit Sicherheit zu den asiatischen Filmstars, die sich auch außerhalb ihrer Heimat etablieren konnten. Doch auch er fing einmal klein an – als nervöser Darsteller einer unbekannten chinesischen TV-Serie.
1955 auf der Insel Lamma, die politisch zu Hong Kong gehört, in einem Fischerdorf geboren, zog er mit zehn Jahren in die Hauptstadt. 1973 überredete ihn ein Freund, sich bei einem Casting des asiatischen TV-Giganten TVB zu melden. Als wäre es vom Schicksal bestimmt, setzte er sich gegen hunderte Konkurrenten durch und wurde engagiert. Seine Auftritte im Fernsehen begrenzten sich aber meist auf kleine Rollen in verschiedenen Serien und Filmen des Senders. 1976 flimmerte der sympathische Chinese erstmalig über eine Kinoleinwand. Damals in dem Action-Abenteuer „Xin Su xiao mei san nan xin lang“.
Langsam aber mauserte er sich immer mehr zu einem Superstar. Sein Bekanntheitsgrad in heimischen Gefilden stieg fast unaufhaltsam. 1981 dann der Durchbruch mit „Woo yuet dik goo si“. Nur fünf Jahre später war er als meistbeschäftigster Hauptdarsteller in Asien Rekordbrecher - neun Filme drehte er 1986 in einer Hauptrolle ab. Darunter John Woos „City Wolf“. Der Film schrieb Kinogeschichte, indem er nahezu alle Kassenrekorde des südostasiatischen Raumes brach. Chow Yun-Fat avancierte zum absoluten Topstar, ja fast schon zu einem Phänomen. Er heimste ein Preis nach dem anderen ein und viele junge Männer zogen sich so an, wie Chows Figur in dem Megahit – Staubmantel, Sonnenbrille und Zahnstocher im Mundwinkel. Man verglich ihn mit Legenden wie Bruce Lee und Jackie Chan. Selbst amerikanische Zeitschriften, wie die Los Angeles Times, betitelten ihn als „coolsten Schauspieler der Welt“ – und das, obwohl er noch keinen einzigen Film in Hollywood gedreht hatte.
Doch auch das änderte sich. Nach jeder Menge weiteren asiatischen Filmen wie „Cover Hard 2“, „Born Hero 2“ oder „Blast Killer“ erhörte er 1998 den Ruf der Traumfabrik. Es war ja auch nur eine Frage der Zeit. So gab er in „The Replacement Killers“ sein US-Debüt. Zwar drehte er jetzt jährlich weniger Filme, konnte aber nun ein weltweit größeres Publikum erreichen. 1999 war Chow Yun-Fat, dessen bürgerlicher Name eigentlich Yun-Fat Chow ist, in „Corruptor – Im Zeichen der Korruption“ und in „Anna und der König“ neben Jodie Foster zu sehen.
Mit der Hauptrolle in „Tiger & Dragon“ konnte er ein weiteres Highlight seiner Karriere verbuchen. Der Film war ein riesiger Erfolg, in finanzieller Hinsicht, sowie in den Augen der Kritiker. Zehn OSCARnominierungen sprechen für sich. Vier konnte "Tiger & Dragon" schließlich für sich beanspruchen (Bester ausländischer Film, Beste Ausstattung, Beste Kamera, Beste Musik).
Neben einigen Projekten für 2006, wird er 2007 für Gore Verbinskis 3. Teil der „Fluch der Karibik“-Trilogie den „Captain Sao Feng“ verkörpern.
Chow Yun-Fat ist zweifelsohne ein vielseitiger Schauspieler. Egal ob Action, Slapstick oder Tragödien – er meistert alle Rollen mit Bravour. Als Anerkennung is er seit September 2005 sogar auf einer chinesischen Briefmarke abgebildet.
1983 war er kurz mit Schauspielerin On-on Yu verheiratet, doch die beiden ließen sich noch im selben Jahr scheiden. Seit 1986 ist Chow wieder verheiratet. (a1105) |
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