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Alec Guinness
| Biographie |
Alec Guinness, mit eigentlichem Namen Alec Guinness de Cuffe, wurde am 2. April 1914 im britischen Marylebone geboren.
Alec Guinness wuchs in ungeordneten Verhältnissen bei seinen Eltern auf. Bis zu seinem 14. Lebensjahr lebte er unter drei verschiedenen Namen in ungefähr 30 Hotels, Pensionen und Wohnungen. Immer wieder zog die Familie aufgrund unbezahlter Rechnungen um .
Guinness überstand diese verrückte Kindheit und Jugend und begann mit einem Schauspielstudium. Im Jahr 1934 spielte er seine erste kleine Theaterrolle und stieg innerhalb von zwei Jahren zum festen Ensemblemitglied am berühmten "Old Vic Theater" auf.
Im Jahr 1947 holte ihn Regisseur David Lean zum Film und er wirkte in den Charles-Dickens-Filmen "Geheimnisvolle Erbschaft" und "Oliver Twist" (beide 1948) mit.
Zehn Jahre später arbeiteten Lean und Guinness wieder zusammen. Diesmal für den Erfolgsfilm "Die Brücke am Kwai" (1957), der Guinness einen "Oscar" und einen "Golden Globe" einbrachte. Danach schufen sie gemeinsam die Erfolge "Lawrence von Arabien" (1962), "Dr. Schiwago" (1965) und "Reise nach Indien" (1965).
Alec Guinness wurde der "Mann mit den tausend Gesichtern" genannt und prägte den englischen Film wie kaum ein anderer. Als er 1949 in der Mordkomödie "Adel verpflichtet" gleich acht Rollen spielte, zeigte er ein weiteres Mal seine große Wandlungsfähigkeit.
In den 50er Jahren wirkte Guinness in weiteren Komödien, die den typisch britischen Humor populär machten, so zum Beispiel "Ferien wie noch nie" (1950), "Einmal Millionär sein" (1951), "Der Mann im weißen Anzug" (1951), "Der Schlüssel zum Paradies" (1953), "Kapitän Seekrank" (1957) und in der legendären Kriminalkomödie "Ladykillers" (1955) mit.
Einen weiteren Meilenstein in seiner Karriere lieferte Guinness in George Lucas' "Star Wars"-Trilogie. Er spielte 1977 in "Krieg der Sterne", 1979 in "Das Imperium schlägt zurück" und 1982 in "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" den Jedi-Ritter "Obi-Wan Kenobi".
Durch eine Gewinnbeteiligung an dem Film statt einer festen Gage, hatte Alec Guinness einen ungewöhnlich hohen Verdienst an diesem Kassenhit, dagegen blieb die Rolle vom Anspruch her weit unter seinem schauspielerischen Niveau.
Im Jahr 1979 wurde Alec Guinness mit dem Ehren-Oscar für sein Lebenswerk ausgezeichnet, 1996 wurde er mit dem "Lifetime Achievement Award" der Europäischen Filmakademie geehrt. Seine schauspiemerische Leistung bestand unter anderem in der Vielfältigkeit der Rollen und der großen Überzeugungskraft.
Im Jahr 1985 erschien seine Autobiografie mit dem Titel "Das Glück hinter der Maske". Der Filmtitel "Auf fremden Felde" von 1993 und der Psychothriller "Stumme Zeugen" von 1994 zählten zu seinen letzten Arbeiten.
Sir Alec Guinness starb am 5. August 2000 in Middlehurst im Alter von 86 Jahren. |
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