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Biographie
VAST

VAST ist innovativ, VAST ist unberechenbar, VAST frisst sich in deine Gehörgange und lässt dich nicht mehr los, VAST gibt dir die Melodien, auf die du schon immer gewartet hast, VAST ist Jon Crosby.
Im Laufe der Zeit tauchen im Alternative/Independent-Bereich immer mal wieder Musiker auf, die im Alleingang Alben aufnehmen, vor denen die meisten Bands in Ehrfurcht auf die Knie fallen. Trent Reznor (Nine Inch Nails), Dan Swanö (Ex-Edge Of Sanity, Nightingale, Unicorn, Swanö), Peter Tätgren (Hypocrisy, Pain, Lock Up) oder eben Jon Crosby, der im Alter von 13 Jahren in San Francisco zum ersten Mal in seinem Leben eine Gitarre in der Hand hält. Einige Zeit später, gelingt es ihm, dem Präsi von Shrapnel Records ein Demo von sich in die Hand zu drücken. Dieser ist von dem Teil mehr als nur angetan und das Tape sichert Crosby eine Erwähnung im "Guitar Player Magazin".

Mit 16 geht Jon von der Schule ab und beendet seine schulische Ausbildung zu Hause mit privaten Heimstudien. Im selben Jahr lernt er durch ein Chick aus L.A. die Sex Pistols kennen und lieben und erfährt zudem, dass es neben den (Beatles auch andere Musik gibt. Crosby, der durch den Film "Mozart" zur Musik kam, ist von den Pistols dermaßen beeindruckt, dass er mit 17 zum ersten Mal unter dem Namen VAST auftritt.

Sein Hauptziel, mit Musik live aufzutreten, ist schwieriger zu verwirklichen als anfangs vermutet. Zu dem Problem, geeignete und interessierte Musiker zu finden, kommt die Ablehnung der Soundleute in den verschiedenen Clubs dazu. Da Crosby nur mit einem Bassisten und einer Drum Machine auftritt, wird ihm der Vorwurf gemacht, er würde "no real music" spielen.

Crosby zieht sich vorerst von der Bühne zurück und feilt an seinen Ideen. Wie das Leben so spielt, kommt irgendein College-Radiosender in den Besitz eines Demo Tapes von VAST und nudelt das Ding hoch und runter. Dadurch ermutigt, verschickt Jon das Tape an mehrere Labels und unterschreibt letztendlich bei Elektra, die '98 "Visual Audio Sensory Theatre" auf den Markt bringen und auch eine anständige Promotion für das Teil machen. Trotzdem hält sich der Bekanntheitsgrad in Europa in Grenzen.

Crosby legt mit dieser CD eine Verbindung von Grunge, Metal, Independent, Industrial, Pop und was weiß ich noch allem vor, die für manch einen schwer zu verdauen ist. Die Idee, Mönch-Chöre oder Gesänge von schwarzen Sklavenarbeitern zu sampeln ist zwar nicht unbedingt neu, jedoch ist das Resultat mehr als interessant, da sich die Klang-Collagen auch beim 20. Durchlauf immer wieder neu entfalten. Das Bemerkenswerteste an dem Album ist jedoch: Jon spielt es komplett alleine ein. In den Staaten kommt das Album gut an, Stars wie Metallicas Lars Ulrich sind voll des Lobes für Crosby und seine CD. Auch Joss Wheldon, der Erschaffer von den Serien "Buffy" und "Angel", greift sich einen Song des Debüts für eine "Angel" Folge.

Für die neue Scheibe "Music For People" entscheidet sich Jon dazu, mit Thomas Froggatt (b), Steve Clark (dr) und Justin Cotta (g, keys) seine Live-Unterstützung mit ins Studio zu nehmen. Zwar stammen auch diesmal alle Songs aus Jons Feder, trotzdem ist ihm der Einfluss von seinen Kumpanen wichtig. Das Album ist wesentlich ruhiger und eingängiger. Auch hier erschließt sich die wahre Größe erst nach häufigem Hörgenuss. Im Gegensatz zum Debüt, auf dem sich Crosby noch mit Samples, Loops und Orchester aus der Konserve zufrieden gibt, nimmt er diesmal die Klassik-Parts zusammen mit dem New Bombay Recording Orchestra auf. Die CD wird im Oktober 2000 veröffentlicht, und im Herbst des Jahres sind VAST auf Club-Tour durch Europa.

Doch letztendlich hat sich Jon von zu vielen in zu vieles reinreden lassen, weswegen er nach der Tour Manager, Band und Label feuert und sich für insgesamt sechs Monate in die Wüste von Mexiko zurück zieht. Dort durchläuft er eine Art Karthasis und macht sich nach seiner Rückkkehr in die Zivilisation wieder daran, neue Songs auszuarbeiten. Er hat die Kontrolle wieder voll in der eigenen Hand und holt sich nur ein paar Session-Musiker, um "Nude" einzuspielen. Obwohl er auch mit diesem Album nicht an das überragende Debüt anknüpfen kann, offenbart er auch hier wieder eine ganze Reihe melancholischer Meisterwerke, die einem Seelenstrip gleichkommen.

 

 


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