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Take That


 

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Biographie
Von Kritikern belächelt, von Fans gerne als die legitimen Nachfolger der Beatles bezeichnet. Die Bedeutung der britischen Teen-Sensation der Neunziger ist umstritten, die Charterfolge nicht.
Was haben die fünf Bürschchen aus Nordengland gemacht, bevor sie 1990 zu Take That wurden? Howard, der älteste von ihnen wurde am 28. April 1968 in Manchester geboren. Er zog Breakdancen und Keyboardspielen der Schule vor und schmiss diese kurzerhand. Daraufhin begann er bei den RDS Royals zu tanzen. Bei einem Event sah er Jason und war von seinen Breakdancekünsten beeindruckt ...

Jason, am 10. Juli 1970 in Manchester geboren, arbeitete vor seiner Zeit bei Take That als Maler und Dekorateur. Sein größtes Hobby war Breakdancen. Nachdem er dabei Howie getroffen hat und sie gegenseitig vom Können des anderen überzeugt waren, tanzten sie zusammen als 'Street Beat'. Jason kannte den Manager Nigel Martin-Smith ...

Mit elf Jahren bekam Gary, geboren am 20. Januar 1971, sein erstes Keyboard zu Weihnachten geschenkt. Damit war es um ihn geschehen. Statt für die Schule zu lernen brachte er sich lieber Klavierspielen bei. Bald konnte er mit verschiedenen Auftritten sein erstes Geld verdienen. Mit 15 hörte er in der BBC Pebble Mill-Sendung von einem Wettbewerb um das schönste Weihnachtslied. Er schrieb einen Song Namens "Let's Pray for Christmas", welchen er aufnahm und an den Sender schickte. Er kam ins Halbfinale und gewann dabei eine Aufnahmesession. Im selben Studio, in dem er aufnahm, arbeitete ein Tea-Boy ...

Dieser Tea-Boy hieß Mark Owen (geboren am 27. Januar 1972). Als Kind hat er seine Zeit mit Fußball spielen und Elvis nachmachen verbracht. Und irgendwann bekam er diesen Job in den Strawberry Studios. Zusammen beschlossen sie, eine Band zu gründen. Die beiden wurden "The Cutest Rush". Gary hatte schon vorher Kontakt zu Nigel Martin-Smith, der ihnen vorschlug, zusammen mit Howard und Jason eine Boygroup zu gründen ...

Fehlte nur noch einer: Robbie Williams. Schon in der Schule war der am 13. Februar 1974 geborene als Klassenclown bekannt. Er spielte in einer Theatergruppe seiner Heimatstadt Stoke on Trent und verdiente sich sein erstes Geld als Handelsvertreter. Als er 16 war, las seine Mutter eine Anzeige von Nigel Martin-Smith. Ein Mitglied für eine Boygroup wurde gesucht. Seine Mutter meinte, Robbie sei der Richtige dafür und sie sollte damit Recht haben.

1990 waren Take That vollständig und die Arbeit konnte beginnen. Allen voran Nigel Martin-Smith, dessen Vorhaben es war, die englischen New Kids On The Block zu formieren. Doch bis die Jungs richtig groß rauskommen konnten, tourten sie erst einmal durch Schwulen-Nachtclubs. Im Juli 1991 war es dann so weit: Ihre Debutsingle "Do What You Like" kam auf den Markt. Für Furore sorgte sie vor allem, weil man im Video die nackten Ärsche der Fünf sehen konnte. Das Image schien der RCA Records zu gefallen: Im Herbst 1991 nahm sie die Teenieband unter Vertrag und brachte die Single "Promises" raus, die es in die britischen Top 40 schaffte.

Anfang 1992 waren Take That auf "Safe Sex"-Tour. Doch erst im Sommer konnten sie den ersten großen Erfolg feiern: Ihre Tavares-Coverversion "It Only Takes A Minute" erreichte Platz Sieben der britischen Charts. Die Medien spielten verrückt, die Teen Sensation war spätestens mit dem im Herbst erschienen Debutalbum "Take That And Party" geboren. Es sollte in England Platz Zwei erreichen und eine Vielzahl Awards einheimsen.

Im Februar 1993 beginnen die Jungs auch Fernsehshows zu moderieren. Nebenbei gewinnen sie ihren ersten Brit Award für die Single "Could It Be Magic". Mit Promotouren versuchen sie auch in Amerika, Japan und Taiwan die Mädchenherzen für sich zu gewinnen. Im Mai beginnt Mark sogar ein wenig bei MTV zu moderieren. Im Dezember bringen Take That ihren Beitrag zum Weihnachtsfest raus: "Babe" verschafft ihnen den endgültigen Durchbruch in ganz Europa.

1994 gewinnen sie ihren zweiten Brit Award für "Pray" als bestes Video, Gary gewinnt Awards als bester Songwriter. Die Hysterie um die Band wird im Sommer auf die Spitze getrieben: Die Fans können sich ihren Take That-Liebling jetzt im Handel käuflich erwerben. Ja, die tanzenden Jungstars gibts nun auch als Puppen für den Alltagsgebrauch. Im November werden sie in Italien für Versace fotografiert und gewinnen bei den ersten MTV European Music Awards den Preis als "Best Group".

Das Jahr 1995 fängt mit dem Gewinn einiger Awards gut an... doch im Juli kommt es dicke: Der Bandclown macht wahr, was andere vorher nicht glauben wollten: Er verlässt die Gruppe und kündigt an, eine Solokarriere zu starten. Mit den Einschränkungen durch das Bandmanagement kann er sich nicht länger abfinden: Keine Frauengeschichten, kein Alkohol, keine Drogen. Robbie hält dieses extrem cleane Leben nicht mehr aus und geht. Konsequent treibt er sich daraufhin erst mal mit den Rabauken von Oasis rum.

Die Fans sind geschockt, die Band beteuert, weiter machen zu wollen. Sie gehen weiter in Fernsehshows und auf Tour, wo sie ohne Robbie performen. Auf Grund der pompösen Show können die Konzerte nur in Manchester und London über die Bühne gehen. Nun müssen die Fans der Band hinterher fahren. Auch zu viert wird "Take That Fans On Tour" zum Erfolg.

Am 13. Februar, 13 Uhr kommt es dann zum für viele Fans Unglaublichen: "The rumors are true..." - Take That lösen sich auf. Es wird noch eine Tour durch die bedeutendsten Fernsehshows Europas geben und dann wird der Teensensation der Garaus gemacht: Am dritten April 1996 wird das letzte Bandfoto geschossen, einen Tag drauf haben sie ihren letzten Auftritt in einem Fernsehstudio. Dieses können sie nur noch per Boot erreichen, da die Straßen von trauernden Fans verstopft sind.

Die Trennung zeigt Wirkungen, die sich die Band wohl so nicht gewünscht hat: Es werden in vielen Ländern spezielle Take That-Sorgentelefone eingerichtet, viele hysterische Mädchen drohen sich umzubringen.

Doch inzwischen hat sich die Panik gelegt, die Bandmitglieder sind ihre eigenen Wege gegangen. Allen voran Robbie Williams. Keiner hatte es ihm zugetraut, doch er ist ein famoser, seriöser Musiker und Entertainer geworden. Auch die anderen sind ihre Wege mehr oder weniger erfolgreich gegangen: Mark und Gary haben Soloalben auf den Markt gebracht, die die Verkaufszahlen von Robbie Werken jedoch nie erreichten. Howard ist jetzt DJ und Jason verdient seine Brötchen auf den Brettern, die die Welt bedeuten.

Ende November 2005 kündigen die Jungs Reunion-Konzerte an. Im April und Mai 2006 sind auf der England-Tour alle außer Robbie wieder dabei. Keine Frage, dass die Gigs in einer knappen halben Stunde ausverkauft sind. Parallel soll auch ein neues Take That-Album entstehen. Auch daran möchte sich Robbie Williams nicht beteiligen.

 

 


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