|
Snow Patrol
| Biographie |
"Du solltest jede Albumaufnahme so angehen, als wäre sie deine letzte", sprach Snow Patrol-Drummer Johnny einst weise. Seine Band hält sich zumindest in Sachen Aufnahmetempo strikt an diese Regel, erschienen in zehn Jahren Bandgeschichte zwischen 1994 und 2004 doch erst drei Snow Patrol-Alben. Der Vierer aus Glasgow ist jedoch keineswegs faul, sondern benötigte zu Anfang seiner Karriere lediglich eine gewisse Zeit, bis die Kreativität endlich herein brechen wollte. Damals waren sie noch zu dritt.
Die Geschichte der Truppe beginnt 1994 im nordirischen Belfast, obwohl sich Sänger und Gitarrist Gary Lightbody und Basser Mark McClelland in ihrer Unistadt Dundee kennenlernen. Beide stehen auf US-Rockbands wie Pixies, Dinosaur Jr und Soundgarden, aber auch UK-Acts wie My Bloody Valentine oder Super Furry Animals haben es ihnen angetan. Erste Auftritte als Duo gehen in Belfast über die Bühne, wo sie irgendwann auf Johnny Quinn stoßen, der sich in Szenekreisen bereits einen Ruf als ordentlicher Drummer erworben hat. Den Bandnamen Polar Bear verwerfen die Drei, als sie erfahren, dass Jane's Addiction-Basser Eric Avery ebenfalls ein Projekt dieses Namens führt.
Als das von ihren Liveshows begeisterte Jeepster-Label (Belle & Sebastian) Ende 1997 bei Snow Patrol anklopft, nimmt sich das Trio schließlich zusammen, um das Debüt "Songs For Polar Bears" einzuspielen, das an ein paar losen Wochenenden entsteht. Mit ihren melancholisch-zerbrechlichen Folkrock-Songs und Titeln wie "100 Things You Should Have Done In Bed" erspielen sie sich bald eine Fangemeinde, die durch einen Auftritt beim renommierten All Tomorrow's Parties-Festival in Rye 2000 und einer Supergrass-Support-Tour noch vergrößert wird. Zwischenzeitlich verleiht der Band das irische Musikblatt Hot Press einen Award, den ihre großen Erfolge auf der Insel möglich machten.
Der Album-Nachfolger "When It's All Over We Still Have To Clear Up" gerät 2001 noch eine Spur langsamer und samtweicher. Gitarren-Pop, der einen über schwere Stunden hinweg tröstet. Dennoch erkaltet das Verhältnis zu Jeepster allmählich. Das Label legt plötzlich Wert auf den Garage Rock-Hype, in den Snow Patrol schlecht hinein passen. Ein Wechsel zum Polydor-Imprintlabel Fiction (The Cure) kommt dafür zustande. Bevor aber das dritte Studioalbum "Final Straw" erscheint, trifft sich Lightbody 2001 mit zahlreichen schottischen Kollegen im Studio, um ein gediegenes Folkalbum unter dem Namen The Reindeer Section aufzunehmen.
Mit dabei sind Mitglieder von Idlewild, Arab Strap, Mogwai, Belle & Sebastian und Teenage Fanclub. 2004 ist dann wieder ein Snow Patrol-Jahr: für "Final Straw" kommt mit Nathan Connolly ein zweiter Gitarrist ins Boot. Erstmals schreibt Lightbody nicht ausschließlich über private Erlebnisse und lässt sich auch von aktuellen Politthemen wie dem Irak-Konflikt beeinflussen. "Spitting Games" und "Run" sind die beiden hervorragenden Singles, die nun auch außerhalb Englands für Furore sorgen und die Aufmerksamkeit für die Band steigern. Nach der Veröffentlichung gehen Snow Patrol mit Grandaddy auf Tournee.
2005 geht mit den großen Labelpartnern U2 auf Tour. Außerdem spielen Snow Patrol beim Live 8 in London und Schottland. Schon im Februar tun sich Snow Patrol in Dingle an der Westküste Irlands zusammen, um in einem Haus am Meer Songs zu schreiben. Nach einer Unterbrechung durch die Tourneen geht es dann - auch in Irland - mit ihrem Haus- und Hofproduzenten Garret Lee ins Studio.
Um den Zeitpunkt herum verlässt Bassist Mark McClelland die Band. Für Ersatz ist mit Paul Wilson - einem Freund und Tourmusiker der Band - schnell gesorgt. Außerdem holen sich die Schotten noch Tom Simpson - einen Keyboarder, der auch schon auf diversen Tourneen dabei war - an Bord. Heraus kommt dabei ihr viertes Album Eyes Open |
|
|
|
|