CELEBIRONY    the ironic world of celebrities
Top    CelebIrony als Startseite
Frauen
  schauspielerinnen
   sänger
   athleten
   modelle
   showgirls

Men
   schauspieler
   sänger
   athleten
   modelle
   kalender

Sanger
Adam Gaynor
Adriano Celentano
Adriano Pappalardo
Al Bano Carrisi
Al Jarreau
Alan Sorrenti
Alberto Fortis
Aleandro Baldi
Alejandro Sanz
Alessandro Errico

Partner

Link Melden
Alle partner

R. Kelly


 

English Español Français Italiano

Biographie
Wer in den Neunzigern auch nur halbwegs den Gang der Musikgeschichte verfolgt, stößt unweigerlich auf den Namen R. Kelly. Kaum ein anderer besetzt so regelmäßig und standhaft obere Chartspositionen wie er. Bestes Beispiel: sein weltweiter '96er-Smash-Hit "I Believe I Can Fly" vom "Space Jam"-Soundtrack (fünf Millionen Singles gehen über den Ladentisch). Kelly hat aber schon vorher seine Schäfchen im Trockenen. Bis 2003 sind weltweit 30 Millionen Tonträger abgesetzt. Alle Singles und Alben erreichen mindestens Platin-Status und zahlreiche Awards und Auszeichungen auf der ganzen Welt pflastern seinen Weg.
In jungen Jahren profiliert sich Kelly, der einmal in seiner rauen Chicagoer Heimat angeschossen wird, ein Teil der Kugel steckt noch immer in seiner Schulter, als Basketballspieler. Im Musikclub seiner Highschool entdeckt er sein musikalisches Talent. Der Legende nach klimpert Kelly, der ohne Vater aufwächst, in jungen Gang-Jahren an Chicagos Strassenecken auf einem Keyboard herum, während seine Kumpels eifrig Parolen spucken. Als sich immer mehr Publikum zu den Street-Performances einfindet, beginnt der am 8. Januar 1969 Geborene an den musikalischen Erfolg zu glauben.

In der Folge gründet Robert die Band MGM. Die lokal erfolgreich R'n'B-Posse gewinnt später den landesweiten, im Fernsehen übertragenen Talentwettbewerb "Big Break" mit Natalie Cole als Moderatorin. 1991 unterschreibt er bei Jive Records und vergräbt sich fortan im Studio: Der angehende Star komponiert, produziert, singt und spielt seine Songs selbst ein. Das Debutalbum "Born Into The 90's", damals noch mit seiner Backing Band "Public Announcement" aufgenommen, lässt die R'n'B-Szene mit einer frischen Mischung aus Soul, Rap und versetzten Swing-Beats, auch New Jack Swing genannt, aufhorchen. Auch Europa feiert spätestens nach "12 Play" Kellys Musik mit Platinauszeichnungen ab. Textlich widmet sich Robert bevorzugt den Themen Frauen, Liebe, Sex, aber auch dem Leben im Ghetto. Seine Shows sind ausverkauft. Bei den Billboard Awards 1994 wird er zweimal ("Best Album" und "Best R&B Album") geehrt.

Die vier Singels des stark von Gospel-Sound geprägten Nachfolgealbums "R. Kelly" gehen in den USA alle auf Eins. Spätestens jetzt werden andere Stars auf den ungekrönten König des R'n'Bs aufmerksam und lassen sich von Kelly unter die Arme greifen. Er schreibt Songs für Whitney Houston und Luther Vandross und selbst Michael Jackson reißt er aus dem Popularitätstief: "You Are Not Alone" schlägt auf beiden Seiten des Atlantiks an der Spitze der Charts ein. Kelly arbeitet im Laufe seiner Karriere auch mit Celine Dion, Toni Braxton, Notorious B.I.G., Mary J. Blidge, Wyclef Jean oder Kelly Price zusammen. Daneben featured er eigene Zöglinge wie Sparkle oder 1994 die damals 15-jährige Nachwuchssängerin Aaliyah aus Detroit. Den späteren Superstar nimmt er bei der Gelegenheit gleich zur Frau.

Das schlicht "R." betitelte, fünfte Album holt sechsfach Platin und wird sein erfolgreichstes (sieben Millionen verkaufter Einheiten). Bei den Soul Train Awards zollt ihm als "Entertainer of the Year" und mit dem "Best Male R&B/Soul Album" endlich auch die Hip Hop-Community ihren Tribut. Kelly weiß eben, was Frauen lieben und toughe Guys weich macht. Kein Wunder also, dass im Jahresrückblick des Billboard Magazines 1999 zu lesen steht: "R. Kelly hatte mehr Top 40-Hits in den 90ern als irgend ein anderer männlicher Solokünstler." Der King of R'n'B gründet in der Folge ein eigenes Label (Rockland), wirkt bei Soundtracks mit (u.a. "Shaft") und meldet sich ein Jahr später mit dem Album TP-2.com und Hitsingles wie "Fiesta" oder "I Wish" zurück. Während sein Kollaborations-Album mit Jay-Z (2002) floppt (ein zweites mit Baby aus der Cash, Money-Klicke ist angedacht), macht sein siebtes Studio-Album "Chocolate Factory" den Schmach ein Jahr später locker wett.

Mittlerweile hat sich ein unheilvoller Schatten über die außergewöhliche Karriere des "Global Ghetto Man" (Zitat Blues & Soul Magazine) gelegt: Wegen des Verdachts auf Kinderpornografie wird Kelly 2002 mehrfach verhaftet. Schon vorher muss sich der Musiker mehrmals den Vorwurf der Vergewaltigung gefallen lassen. Immer mehr Vorfälle kommen ans Tageslicht und als auf den Straßen der Großstädte ein Video auftaucht, das ihn beim Sex mit einer Minderjährigen zeigen soll, boykottieren ihn selbst deutsche TV-Sender. Auch 2003 ist der Superstar nur noch gegen Kaution auf freiem Fuß und muss sich seine US-Tourneen richterlich genehmigen lassen. Wenige Wochen vor Prozessbeginn (Anfang Dezember) veröffentlicht Kelly ein erstes Best Of-Album. Im Falle einer Verurteilung drohen dem Musiker, den bisher kein Konkurrent musikalisch vom R'n'B-Thron stürzen konnte, bis zu 15 Jahre Haft und eine Geldstrafe von bis zu 100.000 Dollar.

 

 


Newsletter
Bitte tragen Sie hier Ihre E-Mail-Adresse ein!

CelebIrony.com ® Copyright 2005 - 2009
Zugelassene anmerkungen