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Pixies


 

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Biographie
Im Jahr 1986 erschien in der Bostoner Times eine Anzeige, in der Charles Thompson (alias Black Francis) und Joey Santiago einen Bassisten und einen Schlagzeuger suchten, die sowohl Hüsker Dü als auch Peter, Paul & Mary mögen sollten. Kim Deal (auf den ersten beiden Platten noch als Mrs. John Murphey) und David Lovering meldeten sich auf die Anzeige und die Pixies waren komplett.
Mit ihrem ungestümen Rock, den brachialen Tempowechseln und den sägenden Gitarrenriffs wurden sie zu der Independentband überhaupt. Kurt Cobain gab zu, dass er einen Song wie "Smells Like Teen Spirit" ohne die Inspiration durch die Pixies nicht hätte schreiben können: "I was trying to write the ultimate Pop Songs, I was trying to rip off the Pixies". Ob es ihm gelungen ist, sei dahingestellt. Fest steht, dass die Pixies mit "Debaser", "Here comes your man", "Monkey gone to heaven" und "Where is my mind?" Indieklassiker produziert haben.

1992 verkündete Black Francis das Ende der Band in einem Interview, da er kurz davor war, eine Soloplatte herauszubringen. Die Band erfuhr dies durchs Radio und bekam erst nach dem Interview ein Fax mit dem entsprechendem Statement.

Kim Deal zögerte nicht lange und rief Tanya Donelly von den Throwing Muses (die Pixies gaben ihre ersten Konzerte als Support der Muses) an. Sie gründeten die Breeders und schlossen da an, wo die Pixies aufhört hatten. Und Black Francies veröffentlicht seitdem munter Platten unter dem Namen Frank Black, ohne an den Erfolg der Pixies anknüpfen zu können.

Kurz nach ihrer Entstehung hatten die Pixies übrigens 17 Demo-Songs im Fort Apache Studio aufgenommen. Die Session dauerte drei Tage und kostete 1.000 Dollar, die von Francis' Vater bezahlt wurden. Acht der Stücke landeten auf der ersten Veröffentlichung der Band, der EP "Come On Pilgrim". Der Rest erschien über die späteren Alben verstreut. Im Jahr 2002, also 16 Jahre nach der Bandgründung, veröffentlicht Cooking Vinyl die damals unter dem Namen "The Purple Tapes" verschickten Bewerbungsaufnahmen neu. Auch wenn sich Gitarrero Joey Santiago im LAUT-Interview eher reserviert gibt, stellt diese Veröffentlichung doch so etwas wie einen Sonnenstrahl im Tal der Hoffnungen dar. Kommen die Pixies vielleicht doch nochmal zusammen?

In der Tat. Im September 2003 streuen die Pixies erste Gerüchte, es noch einmal wissen zu wollen. Am 2. Februar 2004 folgt die Bestätigung: Eine offizielle Pressemitteilung aus dem Hause Black kündigt die Wiedervereinigung mit den alten Mitstreitern an. Dabei gehen sie clever vor. Keine großmäulige Albumankündigung, nein, eine schlichte Reunion-Tour soll es werden. Vielleicht spiele man das Coachella-Festival, vielleicht auch ein paar Gigs in Europa. Ob man auch wieder zusammen ins Studio geht, lässt man völlig offen. Das Medienecho ist riesig, die Freude bei den Fans ebenso. Das erste Konzert der Pixies findet im Fine Line Café, Minneapolis, Michigan statt. Sie spielen 26 Songs in 90 Minuten. 26 Songs, die direkt nach dem Ereignis auf CD gebrannt und in einer limitierten Auflage von 500 Stück angeboten werden. 26 Songs, die beim Internetanbieter DiscLive innerhalb von Minuten ausverkauft sind.

Die Pixies touren wie wild, grasen Amerika ab, spielen die großen europäischen Festivals, gejagt und vergöttert von der Presse. Auch wenn Frank Black inzwischen rund wie eine Billardkugel ist und Kim Deal der jahrelange Alkohol- und Drogenmissbrauch ins Gesicht geschrieben steht - es sind immer noch die Pixies und sie haben nichts verlernt.

Ende 2004 erscheint, zunächst exklusiv auf iTunes, dann auf dem Soundtrack zu "Shrek 2", der neue Song "Bam Thwok!", der ziemlich verstörend klingt. Dennoch schürt er die Hoffnungen auf einen neuen Longplayer. Obwohl Black am 7. Januar 2005 mit dem kleinen Jack Errol Thompson in den Genuss von Vaterfreuden gelangt, und kurz darauf sein Soloalbum "Honeycomb" erscheint, schmeißt der Sänger der darbenden Pixies-Fanschar große Hoffnungsbrocken hin. "We enjoy being in a band together again", verrät der Dicke in einem Interview. Und: "We haven't jammed, I don't really know what it would sound like. Joey told me not to worry about it. He said: 'Just write some songs and the Pixies will make it sound like the Pixies.'" Klingt ja eigentlich ganz einfach. Dann ab ins Studio, Kinners!

 

 


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