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Deep Purple


 

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Biographie
Wenn man von den Größten der Rock-Musik spricht, dann fallen einem neben AC/DC und Led Zeppelin sofort DEEP PURPLE ein. Eine Band voller legendärer Musiker, von denen hunderte Bands und Künstler geprägt wurden und begeistert sind. Fast genauso legendär ist das zustande kommen des Bandnamens. Nachdem sich die höchst talentierten Musiker Rod Evans, Nick Simper, Jon Lord, Ian Paice und Ritchie Blackmore in anderen Bands versucht haben, fanden sich alle fünf durch die Initiative von Lord 1967 in England zusammen. Nun war nur noch ein Bandname von Nöten, den man in dem Lieblingssong von Ritchie Blackmores Oma fand; Deep Purple war geboren. Aufgrund der vielen folgenden Besetzungswechsel wurde dieses Line-Up als Mark I bezeichnet. Durch ein Demo-Tape gelangte man an einen Vertrag bei EMI und in relativ schneller Zeit nahm man „Shades Of Deep Purple“ auf, welches nach einer kurzen Tour durch Skandinavien auch veröffentlicht wurde; mit dem Cover-Song „Hush“ von Joe South gelang ein Nummer Vier-Hit in den amerikanischen Charts.

„The Book Of Taliesyn“ und „Deep Purple“ erschienen noch im ersten Line-Up, bis es 1969 zu musikalischen Differenzen in der Band kam und Simper und Evans die Band verlassen mussten; Nachfolger wurden Ian Gillian als Sänger und Roger Glover am Bass. In dieser Konstellation setzten Deep Purple einen Meilenstein in der Rock-Geschichte. Angetrieben von Jon Lord inszenierten sie zusammen mit dem London Philharmonic Orchestra eine Mischung aus Rock und Klassik, welches „Concerto for Group and Orchestra“ genannt wurde.

Nach diesem Ausflug in klassische Gefilde ging es immer weiter bergauf. Mit „In Rock“, „Fireball“ und „Machine Head“ hatte man in den Jahren 1970 bis 1972 die kreative Hochphase, und somit ein Level erreicht, welches man in den kommenden Jahren nicht mehr halten konnte. Mit Songs wie „Child in Time“, „Smoke On The Water“ und vielen weiteren setzt man sich ein eigenes Denkmal. Schlusspunkt dieser Phase stellte das Live-Album „Made in Japan“ dar. Zwar spielte man in dieser Konstellation noch „Who Do We Think We Are“ ein, doch der absolute Höhepunkt war überschritten. So war es auch nicht sehr verwunderlich, dass nach einer Japan-Tour im Juni 1973 Ian Gillan und Roger Glover die Band wieder verließen und David Coverdale, der auch später bei Whitesnake den Gesang übernahm, sowie John Hughes zu den drei Übrigen hinzu stoßen. Neben musikalischen Problemen traten noch schwere menschliche Probleme zwischen Glover und Gillan gegenüber Blackmore auf, letzterer spielte sich gewohnt egozentrisch in den Vordergrund und machte ein Zusammenarbeiten für beide unmöglich.

In dieser Zusammenstellung spielte man die Alben „Burn“ und „Stormbringer“ ein, zwei Alben die in dieser Zeit vollkommen deplaziert für Deep Purple Verhältnisse wirkten. Der Hard Rock verschwand im Hintergrund und Soul übernahm seinen Platz; eine Entwicklung die Blackmore überhaupt nicht passte. Deshalb verließ er vom einem auf den anderen Tag die Band, um seine eigene Combo „Rainbow“ zu gründen.

Für Blackmore stieg der Amerikaner Thomas Bolin in die Band ein, welcher sich als absolute Katastrophe herausstellte, da sich Bolin im Laufe der Aufnahme zu „Come Taste The Band“ im Jahr 1975 zu einem Alkoholiker und Drogenabhängigen entwickelte. So war es auch nicht verwunderlich, dass Bolins Drogentod 1975 auch das vorläufige Ende von Deep Purple bedeutete. Die Magie war mit Blackmore verschwunden, und so wendeten sich die übrigen Bandmitglieder eigenen Projekten zu und Deep Purple wurde im Juni 1976 aufgelöst.

Geschlagene acht Jahre dauerte es, bis eine Reunion in der Konstellation Lord, Blackmore, Gillan, Glover und Paice zustande kam. Die legendäre zweite Besetzung knüpfte an alte Erfolge an, und die beiden starken Alben „Perfect Strangers“ und „The House Of Blue Light“ entstanden. Auf der Bühne zeigte man Einigkeit, doch hinter den Kulissen begann es wieder zu rumoren. Blackmore’s übermäßiges Ego eckte wieder an Gillian an, so dass Gillian aus der Band geworfen wurde und für ihn der ehemalige Rainbow-Sänger Joe Lynn Turner das Mikro übernahm, welcher das 1990er Album „Slaves and Masters“ einsang und Ende 1992 die Band wieder verließ. Wenn man nun glaubt, dass diese Jahre chaotischen waren, wurde man noch mal eines besseren belehrt. Das absolute Chaos regierte von nun an. Für das 1993er Werk „The Battle Rages On“ wurde wieder Ian Gillan an Board geholt, der jedoch die Band im selben Jahr wieder verließ, ebenso wie Blackmore, der während einer laufenden Welt-Tournee seine Koffer packte. Blackmore wurde daraufhin von Joe Satriani ersetzte, der die Tournee zu Ende spielte.

In dieser Besetzung spielte die Band jedoch kein einziges Album ein, da Satriani wieder durch Steve Morse ersetzt wurde. Um die totale Verwirrung perfekt zu machen trat 1996 Ian Gillan wieder in die Band ein und ist bis heute wieder fester Bestandteil von Deep Purple. Von 1996 bis 2000 spielte man die beiden Alben „Purpendicular“ und „Abandon“ ein, bis 2000 nun Jon Lord die Band verließ und durch Don Airey ersetzt wurde. Somit war auf dem 2003er Werk „Bananas“ nur noch Ian Paice das einzige Mitglied, welches auch in der Urbesetzung von Deep Purple mitwirkte.

Wenn einmal das Sprichwort „Todgeglaubte leben länger“ passt, dann ist bei der Betrachtung der Geschichte von Deep Purple der Fall. Auch in den nächsten 36 Jahren werden wir in den Genuss dieser Rock-Dinosaurier kommen, bis sie auf der Bühne zusammenklappen.

 

 


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