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Chris Rea


 

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Biographie
BIOGRAPHIE

Chris Rea

Der britische Sänger, Songwriter und Gitarrist Chris Rea, geboren am 4. März 1951 im englischen Middlesbrough, erfreut sich vor allem in den späten achtziger und frühen neunziger Jahren großer Popularität. Zeitweise verkauft er bis zu 100.000 Platten am Tag, wird der Vertrieb Edel Records später stolz berichten. Bis heute liebt der Sohn eines italienischen Immigranten, der eine Eisdiele betreibt, die Küche Italiens und Ferraris.
Rea fängt spät mit dem Gitarre spielen an. Im Alter von 19 hört er eine Platte des Musikers Joe Walsh, kauft sich völlig aufgelöst eine Klampfe plus Bottleneck und musiziert später in einer kleinen Band namens Magdalene. Als "The Beautiful Losers" gewinnt diese 1975 den Talentwettbewerb "Best Newcomer of the Year" des renommierten Magazins Melody Maker. Der ersehnte Plattenvertrag springt aber leider nicht heraus. Chris verlässt die Band 1977 und nimmt sein erstes Soloalbum "Whatever Happened To Benny Santini" auf und landet mit dem Hit "Fool (If You Think It's Over)" in den Top 20 (in Großbritannien und den USA).

Trotz des Erfolgs der Single in den Staaten konzentriert sich Rea vor allem auf das europäische Publikum (Chris lebt die kommenden Jahre buchstäblich auf der Straße), das seine regelmäßig erscheinenden Longplayer mit steigendem Zuspruch goutiert. "On The Beach" (1985) ist der erste große Kommerzerfolg und mit "The Road To Hell" setzt sich Chris Rea 1989 ein Denkmal der Radioplaygeschichte (zuvor rotieren auch Singles wie "Let's Dance" (1987) ausgiebig). Erst mit diesem Album und dem Nachfolger "Auberge" kommt auch die Aufmerksamkeit in den Vereinigten Staaten zurück.

Mit dem 1999er Album "The Road To Hell Part 2" versucht Rea dann an das Konzept seines größten Erfolgs anzuknüpfen. Dabei geht es ihm nicht um die fortschreitende Industrialisierung, die der erste Teil zum Thema macht, sondern um die neue Medienherrlichkeit, der Rea kritisch gegenüber steht.

Ganz andere Sorgen plagen ihn ein Jahr später, als er an der Bauchspeicheldrüse erkrankt und sich mehreren komplizierten Operationen unterziehen muss. 16 Stunden muss er unters Messer und die Ärzte geben ihm eine Überlebenschance von 30 Prozent. Nach seiner Genesung ("Meine Familie hat mir das Leben gerettet") ordnet er sein Leben neu und gründet das Label Jazzee Blue. "Man verlangte von mir, dass ich unverfängliche Schmuselieder schreibe, und ich Idiot ging darauf ein" erzählt er in einem Interview unverblümt über seine Major-Vergangenheit. Die Unabhängigkeit führt zu einem musikalischen Höhenflug: Auf das hoch gelobte, unerwartet raue und durchaus erfolgreiche Album "Stony Road" (2002) folgt einen Einladung zum Jazz-Festival in Montreux und im März 2004 "The Blue Jukebox".

Der Blues, der ihn seit den Anfängen seiner Musikerkarriere prägt, lässt ihn von nun an nicht mehr los. Und obwohl er, nicht zuletzt auf Wunsch seiner Frau und seiner Töchter, kürzer treten sollte, stürzt sich Rea in die Arbeit. Unter dem Eindruck von Bill Wymans Buch-Anthologie "Blues" recherchiert, komponiert und nimmt Rea 18 Monate lang Songs auf. Im Oktober 2005 ist es vollbracht. Unter dem Namen "Blue Guitars" bringt der 54-Jährige ein Earbook heraus, das elf Alben mit insgesamt 137 neuen Songs, eine DVD sowie ein Buch mit über 50 selbst gemalten Bildern und persönlichen Texten enthält. Die elf Platten, die Rea als Einheit versteht, dokumentieren aus persönlicher Sicht den Blues in seinen unterschiedlichen Spielarten wie "Country Blues", "Chicago Blues" oder "Latin Blues". Die Box wird auch auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt.

Für 2006 kündigt der Brite, der bis zum Release von "Blue Guitars" über 22 Millionen Platten verkauft hat, seine Abschiedstour aus gesundheitlichen Gründen an. Bis dahin schreibt er an einem Roman über eine Stratocaster und will sich ein Studio einrichten: ausschließlich bestückt mit Gerät, das vor 1962 gebaut wurde - back to the roots eben.

 

 


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