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Diego Armando Maradona


 

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Biographie
Diego Armando Maradona (* 30. Oktober 1960 in Buenos Aires) ist ein ehemaliger argentinischer Fußballspieler. Seit Mitte 2005 arbeitet er als Fernseh-Moderator.
Er gilt nach einer Umfrage der FIFA als bisher bester Fußballspieler und war zu seinen aktiven Zeiten einer der größten und umstrittensten Stars des Fußballs. Diego Maradona wird von seinen Fans als Heiliger, sogar als Gott verehrt. So wurde in Rosario (Argentinien) die Iglesia Maradoniana gegründet. Ihre „Gläubigen“ bezeichnen Maradona als Gott, als "D10S" (Dios ist das spanische Wort für Gott, es wird aber als D+10+S geschrieben; die 10 steht für die Rückennummer, die Maradona jahrelang trug).
Leben
Maradona wurde in Villa Fiorito, einem Stadtteil von Buenos Aires, als Sohn einer Familie italienischen Ursprungs in ärmlichen Verhältnissen geboren.
Maradona lebte als Fußballspieler immer in Extremen. Auf dem Fußballplatz allseits als einer der weltbesten Fußballer anerkannt, zerstörte er seine Karriere infolge von Drogen und Kontakten zur Camorra (so heisst die Mafia in Neapel). Bei der Weltmeisterschaft 1994 wird bei einer Dopingprobe Maradonas eine verbotene Substanz (Ephedrin) festgestellt und Maradona, zu diesem Zeitpunkt bereits 34 Jahre alt, wird aus dem Turnier ausgeschlossen. Er hatte bis dahin im Gruppenspiel gegen Griechenland eine nicht für möglich gehaltene Klasseleistung gezeigt. Am 4. Januar 2000 hatte Maradona während eines Aufenthaltes im Badeort Punta del Este (Uruguay) einen schweren Herzinfarkt, der auf eine Überdosis Kokain zurückgeführt wurde. Er unterzog sich anschließend einer Entziehungskur auf Kuba, wo er Freundschaft mit Fidel Castro schloss. Er kündigte die Freundschaft zu seinem langjährigen Manager Guillermo Cóppola auf, der Maradona jahrelang Kokain geliefert haben soll. Am 18. April 2004 wurde Maradona wegen hohen Blutdrucks, Atemnot und einer Lungenentzündung in eine Klinik in Buenos Aires eingeliefert. Gerüchte, dass es sich erneut um die Folgen einer Überdosis Kokain handeln würde, wurden vom Arzt der Familie bestritten.
Der 43-jährige Maradona hielt sich 2004 lange auf Anweisung eines Gerichts zu einer Drogen-Therapie in einer psychiatrischen Klinik vor den Toren der argentinischen Hauptstadt auf. Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen fand am 12. August 2004 in Buenos Aires ein Treffen mit Staatspräsident Néstor Kirchner statt (siehe Foto), bei dem es um eine Ausreise des ehemaligen Stars in eine Suchtklinik in die Schweiz oder nach Kuba gegangen sein soll.
Im Jahr 2005 besserte sich Maradonas Gesundheitszustand nach der Entziehungskur erheblich, besonders nachdem er sich Mitte des Jahres einer Magenverkleinerung unterzog, um sein chronisches Übergewicht zu bekämpfen.
Anfang August begann er, im argentinischen Fernsehkanal Canal 13 eine eigene Fernsehshow zu moderieren, La Noche del 10 (Die Nacht der Nummer 10). In dieser Show talkt Maradona mit Prominenten und Fußballspielern aus Argentinien und dem Rest der Welt.
Maradona will an seinem 45. Geburtstag endgültig von der aktiven Fußball-Bühne abtreten. Am 30. Oktober 2005 plant er im Stadion San Paolo von Neapel ein weiteres Abschiedsspiel.
Leistungen
Seine Karriere begann 1969, als er in die Jugendmannschaft Los Cebollitas der Argentinos Juniors eintrat. Das Team blieb daraufhin 136 Spiele lang ungeschlagen. Schon damals wurde sein Spitzname „Pibe de oro“ (Goldjunge) erfunden. Mit 16 Jahren begann seine Profikarriere bei der ersten Mannschaft der Argentinos Juniors. Er machte am 20. Oktober 1976 gegen Talleres de Córdoba sein erstes Spiel in der Primera División, der ersten argentinischen Liga. Bereits vier Monate später erfolgte sein Debüt in der Nationalmannschaft. Trainer César Luis Menotti nahm Maradona aber nicht zur WM 1978 mit, da er ihn für zu jung hielt. 1979 wurde das Jugendteam Argentiniens unter Maradonas Führung Weltmeister, Maradona wurde zum besten Spieler des Turniers gewählt.
Maradona gewann mit der argentinischen Nationalmannschaft 1986 die Fußball-Weltmeisterschaft und war der überragende Spieler des Turniers. Am bekanntesten wurden seine beiden Tore im Viertelfinale gegen England: Zuerst erzielte er regelwidrig ein Tor, indem er den Ball mit seiner Hand über den englische Torhüter hinweg ins Netz beförderte. Im Anschluss an das Spiel sprach er in diesem Zusammenhang von der „Hand Gottes“, die das Tor erzielt habe. Etwas später im gleichen Spiel schoss Maradona nach einem unglaublichen Dribbling über das halbe Spielfeld, bei dem er die gesamte englische Abwehr ausgespielt hatte, ein weiteres Tor. Dieser Treffer wurde später von der FIFA zum „Tor des Jahrhunderts“ gekürt.
Auch bei der WM 1990 erreichte die argentinische Nationalmannschaft das Finale, obwohl das Team nicht als eines der Favoriten galt. Argentinien unterlag im Finale, in dem vor allem Maradonas „Bewacher“, der Stuttgarter Guido Buchwald eine entscheidende Rolle spielte, da er Maradona effektiv im Spielaufbau störte.
Weitere Stationen der Karriere:
• 1981 Boca Juniors
• 1982 WM-Teilnahme, jedoch durchwachsene Leistung.
• 1982 FC Barcelona, teuerster Transfer der Welt.
• 1984 SSC Neapel, wieder teuerster Transfer der Welt (circa 24 Millionen Mark). Zwei mal Meister, zweimal Vizemeister, einmal Pokalsieger, einmal UEFA-Cup Sieger. Maradona wird in Neapel wie ein Gott verehrt.
• 1986 Weltmeister in Mexiko, fünf Tore geschossen, fünf Vorlagen.
• 1991 positiver Dopingbefund, Sperre für 15 Monate.
• 1992 Wechsel zu FC Sevilla
• 1993 Newell´s Old Boys, spielte dort aber nur fünf Partien
• 1995 Boca Juniors
Diego Maradona wurde viermal (1979, 1980, 1981 und 1986) zu Argentiniens Fußballer des Jahres gewählt. 1979 war er der jüngste Spieler aller Zeiten. Dieser Rekord wurde ihm erst 1999 von Javier Saviola entrissen. In 91 Länderspielen für Argentinien erzielte er 34 Tore.
Diego Maradona hat anlässlich der WM In Korea und Japan einige Auszeichnung durch die FIFA erhalten. So wurde sein zweites Tor gegen England bei der WM 1986 zum Tor des Jahrhunderts gewählt. (Das erste war das Tor durch die „Hand Gottes“.) Des Weiteren gehört er zum FIFA-Dreamteam.
Mit dem SSC Neapel gewann Maradona 1989 den UEFA-Pokal.
Sein letztes Spiel machte er am 25. Oktober 1997. Maradona versuchte zwischenzeitlich ein Comeback als Trainer von Mandiyú Corrientes und Racing Club, aber ohne Erfolg. Manidyú spielte unter seiner Regie zwölf Partien und gewann eine, Racing Club gewann zwei von elf.
Der argentinische Fußballverband versuchte 2002 Maradonas Trikot-Nummer „10“ aus Respekt zu schützen, so dass diese in der argentinischen Nationalmannschaft nicht mehr in internationalen Spielen vergeben würde. Die FIFA allerdings lehnte das Ansinnen ab, da dies im Fußball nicht üblich und beispiellos gewesen wäre. 2005 dreht der bosnische Filmregisseur Emir Kusturica einen Dokumentarfilm über sein Leben unter dem Titel Maradona.

 

 


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